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Der b-to-v Investorenkreis beteiligt sich an israelischer CellEra Technologies: Platinfreie Brennstoffzellen für den Massenmarkt.January 29, 2010

Posted by tetyana_astashkina in industries . trackback

cellera_logoIn einer zweiten Finanzierungsrunde hat sich der Investorenkreis der BrainsToVentures AG (b-to-v) gemeinsam mit Israel Cleantech Ventures mit zwei Millionen US-Dollar an CellEra Technologies beteiligt. Das israelische Technologieunternehmen hat den ersten massenmarkttauglichen Prototyp einer platinfreien Brennstoffzelle entwickelt. Das Edelmetall Platin bildet den mit Abstand größten Kostenfaktor bei der Produktion von Brennstoffzellen. CellEra plant, mit der neuen Technologie die Kosten für die Entwicklung und Fabrikation um über 70 Prozent gegenüber herkömmlichen Brennstoffzellen zu reduzieren. „Obwohl Unternehmen seit Jahren an der Entwicklung von Brennstoffzellen arbeiten, konnte sich bislang noch keine Technologie in einem Massenmarkt durchsetzen“, erklärt Dr. Christian Schütz, Partner bei b-to-v. „Die Markteintrittsbarrieren, die im Wesentlichen auf den hohen Materialkosten beruhen, können durch platinfreie Brennstoffzellen künftig überwunden werden.“

Mit Brennstoffzellen lassen sich Luft und Wasserstoff auf direktem Wege in elektrischen Strom umwandeln. In einigen Industriebereichen werden die Energiewandler bereits als Alternative zu fossilen Brennstoffen eingesetzt. So werden Brennstoffzellen beispielsweise zum Antrieb von Elektroautos oder auch für die unterbrechungsfreie Stromversorgung in der IT- und Telekommunikationsbranche genutzt. Bei ihrer Produktion wird Platin als Katalysator in den Elektroden genutzt, um die Gasmoleküle aufzubrechen. Seit Jahren versuchen Forscher das Edelmetall so weit es geht aus dem Herstellungsverfahren zu verdrängen. Mit dem Prototyp von CellEra wurden die Bemühungen nun erstmals erfolgreich in einem massenmarkttauglichen Verfahren umgesetzt. „Anstelle von Platin nutzt CellEra andere Rohstoffe wie Eisen, Kobalt oder Silber als Katalysator“, erläutert Prof. Dr. Walter Czarnetzki von der Hochschule Esslingen. Professor Czarnetzki übernahm im Auftrag der b-to-v AG die technische Due-Diligence-Prüfung vor der Beteiligung.

„CellEra hat nicht nur eine zukunftsweisende Technologie entwickelt, sondern auch das richtige Management, um diese zum Erfolg zu führen“, sagt Czarnetzki. So wurde das Unternehmen im Jahr 2007 von führenden Experten aus dem Bereich der Brennstoffzellenforschung gegründet. Das Management um CEO Ziv Gottesfeld und den promovierten Chemiker Dr. Shimshon Gottesfeld (CTO) besitzt langjährige Forschungserfahrung und hält mehrere internationale Patente. Seit 2008 gehört außerdem Roger Saillant, der ehemalige Ford-Manager und Ex-Vorstandschef des börsennotierten Brennstoffzellenpioniers Plug Power, zum Board of Directors.

Gute Marktsituation

Für CellEra ist insbesondere der stationäre Einsatzbereich von Brennstoffzellen interessant. So sollen die Energiewandler künftig vor allem in der Telekommunikations- und Informationstechnologie eingesetzt werden. In vielen Marktsegmenten könnten herkömmliche Blei-Säure-Batterien durch die Brennstoffzellentechnologie ersetzt werden. Allein im stationären Bereich beläuft sich das momentane Marktvolumen von Blei-Säure-Batterien auf über drei Milliarden US-Dollar. Zudem plant CellEra künftig auch im vielversprechenden Diesel-Generatorenmarkt aktiv zu werden. In den USA werden aktuell über 1,7 Millionen Diesel-Generatoren für stationäre Anwendungen im Jahr verkauft. Für den Vertrieb der Technologie setzt CellEra ausschließlich auf Partnerschaften mit Originalgeräteherstellern (OEMs) und Systemintegratoren, die Brennstoffzellen in ihren Herstellungsprozess integrieren wollen.

„Wir haben es bei der Brennstoffzellentechnologie mit einem aufkommenden Multi-Milliardenmarkt zu tun“, sagt Ernst Becker, der die Beteiligung an CellEra als Lead Investor begleitet. Becker ist Mitglied in der b-to-v Core Group Cleantech und Geschäftsführer der Sustin GmbH. Zusammen mit anderen Investoren hat er sich auf Wachstumsunternehmen aus der Energiebranche spezialisiert. Im Cleantech-Portfolio des b-to-v Investorenkreises befinden sich neben CellEra beispielsweise der Wärmepumpenspezialist ERW oder Nanda Technologies. Jüngst beteiligten sich die Investoren außerdem an SunCoal Industries, einem Unternehmen, das reinen Kohlenstaub aus Biomasse wie etwa Grünschnitt gewinnt. „Cleantech ist einer der wachstumsstärksten Wirtschaftszweige unserer Zeit“, sagt Becker. „Viele Innovationen, wie etwa die platinfreie Brennstoffzelle, stehen kurz vor der Marktreife. Durch unsere Investition geben wir Unternehmen wie CellEra die Chance, ihre Technologie weiter zu entwickeln und in einem breiten Markt zu etablieren.“

CellEra, Inc.:

CellEra Technologies Inc. mit Sitz in Caesarea, Israel, ist Entwickler von platinfreien Brennstoffzellen (PFM-FC). Das Unternehmen hat im Jahr 2009 den weltweit ersten massenmarkttauglichen Prototyp einer platinfreien Brennstoffzelle entwickelt und plant somit die Kosten für die Massenproduktion von Brennstoffzellen dramatisch zu reduzieren. Im Management des im Jahr 2007 gegründeten Unternehmens arbeiten führende Experten aus der Brennstoffzellenforschung.

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